Pressestimmen 2022

„Experimente als Erfolgsrezept“ – Das Opernglas September 2022

„Die Sommerlichen Musiktage Hitzacker sind in Deutschland einzigartig – nicht nur wegen eines Konzerts um 5.05 morgens“ – Hamburger Abendblatt 27.7.2022

„Wo andere Veranstalter auf Nummer Sicher gehen und lieber bekannte und allseits beliebte Werke zur Aufführung bringen, um nach zwei Jahren Pandemie das Publikum zurück zu gewinnen, wagt Oliver Wille, der Intendant der ‚Sommerlichen’ , kühne Experimente. Für das Eröffnungskonzert hat er außer dem Kuss Quartett, in dem er die zweite Geige spielt, den renommierten Slam-Poeten Bas Böttcher, die japanische Tänzerin Yui Kawaguchi, den indonesischen Tänzer Ruben Reniers und den Schlagzeuger Johannes Fischer eingeladen.“ – Kieler Nachrichten 5.8.2022

„Doch so gelassen und unaufgeregt der Ort und seine Landschaft wirken und zum Schlendern einladen, bei der Musik herrschen Ernst und Engagement, Feuer des Ausprobierens und Sehnsucht nach dem gelingenden Augenblick, Spaß am Experiment und ungewöhnlichen Begegnungen. Oliver Wille [ ... ] seit 2016 Intendant der Sommerlichen Musiktage Hitzacker, liebt in seinen Programmierungen Kontraste und Konfrontationen, die das Zuhören erfrischen, herausfordern und Reserven, gar Angst vor irgendwelchem Neuem gar nicht erst aufkommen lassen .“ – Süddeutsche Zeitung 8.8.2022

„Sommerliche Musiktage Hitzacker bleiben jung und relevant“ – Cellesche Zeitung 12.8.2022

Zu Kokon: „The real Haydn’s op. 20 no. 2 received a thrilling interpretation from the Kuss, with flexible rubato and lively repartee. Thomas Adès’s O Albion provided a haunting background to a monologue by slam poet Bas Böttcher, a veritable ‘Paganini of language’, such is the virtuosity with which he delivered the most punningly intricate texts. Violist William Coleman started the proceedings with an achingly beautiful rendition of George Benjamin’s Lullaby for Lalit, while Wille dealt with the almost inaudible percussive effects of Helmut Lachenmann’s Toccatina. A Bach Sarabande from Jana Kuss and an Armenian song from cellist Mikayel Hakhnazaryan were cannily placed after pieces of a more extrovert demeanour from percussionist Johannes Fischer.“ – The Strad 24.9.22

Zu Kim Kashkashian und Kuss Quartett: „My much-too-short stay in Hitzacker ended on a high, with Kashkashian joining the Kuss Quartet for Brahms’s op.111.“ – The Strad 24.9.22

Zu Kokon: „Es ist in seiner Fülle und seinen Wechseln nicht wiederzugeben, was diese 90 Minuten alles bergen. Wer will, kann das Erlebte in philosophische Höhen und Tiefen von Zeit und Raum übertragen. Wer kann, mag Musikanalyse betreiben. Wer zürnt, weil er seine Klassiker nicht wiedererkennt, hat recht. Wer nach vorn schaut und den Rückspiegel nicht vergisst, geht mit auf den Trip – und hofft auf mehr von dem Stoff.“ – Landeszeitung 1.8.2022

Zu Mark Andre/Kuss Quartett: "Trotz dieses Hangs zum Verschwinden – Mark Andres Musik ist von einer packenden Intensität, und die Konzentration darauf verändert das Empfinden der Zeit. Den Violinisten Jana Kuss und Oliver Wille, dem Bratscher William Coleman und dem Cellisten Mikayel Hakhnazaryan gelang es, diese Intensität der Verweigerung des großen, auch des gar nicht so großen Tons, ohne Abstriche hörbar zu machen – ein größeres Zeugnis seiner Kompetenz kann ein Streichquartett vielleicht nicht geben. Bravo.” – Elbe-Jeetzel-Zeitung 4.8.2022

Zu Abel Selaocoe: „Alle sind sofort gefesselt, ja, gebannt, gespannt, als Abel Selaocoe, junger Cellist aus Südafrika, seine Performance beginnt mit Singen und Sagen, mit heißem Flüstern und wuchtigem Dröhnen aus tiefster Kehle. Dazu das Cello, das sich unter seinen Händen in eine Vielzahl von Instrumenten zu verwandeln scheint: Schlagbass, Percussion, Glockenspiel der Flageolettetöne und dann auch Streichinstrument. Eine gute Stunde improvisiert Selaocoe, inspiriert und animiert das Publikum zum Hören und oft zum Mitsingen. Bei aller Intensität und Virtuosität im Rollenwandel wird nichts grob effekt-hascherisch oder gar billig. [ ... ] Am Ende Ovationen von einem Publikum, das während der Sommerlichen Musiktage in Hitzacker an der Elbe zu jeder Neuerung, jedem Abenteuer und Experiment bereit ist.“ – Süddeutsche Zeitung 8.8.2022

Zum Liederabend mit Ian Bostridge und Saskia Giorgini: „Mehr Kraft, mehr Substanz und mehr Emotionalität ist in einem Liedvortrag kaum denkbar. Im Saal regt sich nichts, kein Rascheln, kein Hüsteln, nach längerer Pause setzt prasselnder Applaus ein, zwei Zugaben.“ – Landeszeitung 2.8.2022

Zur Lied-Akademie: „Die bequeme Ansicht, dass die Geschichte des Kunstlieds mit Franz Schubert beginne und bei Hugo Wolf quasi aufhöre, ärgert den Liedspezialisten und Professor für Lied in Hannover, Jan Philip Schulze, schon lange. Seine lehrreiche Akademie, die sich immer vormittags in der Johanniskirche traf, präsentierte drei hervorragende junge Liedduos – Sopran, Mezzosopran und Bass mit ihren Klavierpartnern –, die nicht nur während der Vorbereitung, sondern erst recht im bejubelten Konzert zeigten, dass die Macht des Liedes vom mittelalterlichen Neidhart von Reuenthal um 1200 bis zu Enno Poppe in unserem Jahrhundert und weiter reicht.“ – Süddeutsche Zeitung 8.8.2022

„Es gehört zu den Markenzeichen der ‚Sommerlichen’, dass das Publikum in ausführlichen ‚Akademien’ auf die Konzerte vorbereitet wird. Oliver Wille ist daran gelegen, die Zuhörer durch die dort stattfindenden Werkanalysen in die Geheimnisse der ungewohnten und neuen Kompositionen einzuführen. Wann immer möglich lädt er auch die Komponisten der von Hitzacker in Auftrag gegebenen Werke zu Kommentierungen ein. Derartige Initiativen geben dem Festival immer neue Impulse und sorgen dafür, dass man ins Gespräch und oft auch in hitzige Diskussionen gerät.“ – Das Opernglas September 2022

„Magie der Überraschung, des Abenteuers, klingt einfach, ist verdammt schwer zu machen. Es muss eben funktionieren. In Hitzacker ist das faktisch Basisdramaturgie, bei anderen Festivals auch, die meisten Veranstalter aber scheuen sich. In Hitzacker also funktioniert es. Das Experiment wird als ein Hinterfragen wahrgenommen: ‚Was hat das denn alles mit uns heute zu tun?’. Die Leute kommen, um in diesen Kombinationen zu hören, da spielen natürlich auch die Hitzacker-Gegebenheiten mit Einführungen, mit Direktansprache eine Rolle.“ – Deutschlandfunk Kultur 9.8.22

Cookie-Hinweis
Unsere Website verwendet Cookies. Mit einem Klick auf „Zustimmen“ erlauben Sie der Website, neben den für die Funktionalität notwendigen Cookies auch welche für Tracking-Zwecke zu verwenden. Mehr zum Thema finden Sie unter Datenschutzerklärung.
Details / Cookieauswahl